Warum Atemwegserkrankungen im Physio-Staatsexamen so viele überrascht
Atemphysiotherapie verbindet Pathophysiologie, Gerätekunde und klinische Technik — wer COPD und Asthma verwechselt oder PEP-Indikationen nicht kennt, verliert direkt Prüfungspunkte.
1
Spirometrie-Interpretation
Obstruktiv vs. restriktiv vs. gemischt: Tiffeneau-Index, FEV1 und TLC werden oft verwechselt — direkte Prüfungsfrage in schriftlich und mündlich.
2
PEP-Geräte und Techniken
Flutter, Acapella, RC-Cornet — Indikationen, Kontraindikationen und Unterschiede zur Lagerungsdrainage müssen klar abgegrenzt werden.
3
Beatmungsentwöhnung (Weaning)
Physiotherapeutische Maßnahmen auf der ICU, Atemmuskeltraining und Mobilisierungsziele sind zunehmend Prüfungsinhalt in der Intensivphysiotherapie.
Die Lösung
MicroSkills strukturiert Atemphysiologie, Gerätetechnik und klinische Atemtherapie in interaktiven Micro-Units — gezielte Prüfungsvorbereitung statt endloser Lernzeit.
Kernthemen
Die wichtigsten Atemwegsthemen für die Physio-Prüfung
Evidenz: Frühe Mobilisation auf ICU reduziert Beatmungsdauer um bis zu 2 Tage — stärkste physiotherapeutische Intervention im Intensivbereich
Vertiefung
Atemwegserkrankungen im Vergleich
Die Differenzierung häufiger Atemwegserkrankungen nach Pathophysiologie, Spirometrie und physiotherapeutischer Konsequenz ist zentrales Prüfungsthema. Besonders COPD vs. Asthma wird regelmäßig abgefragt.
Erkrankung
Spirometrie
Reversibilität
Physio-Fokus
COPD
FEV1/FVC < 70 %, FEV1 reduziert, RV erhöht
Irreversibel (nach GOLD-Kriterien)
Sekretolyse, Atemmuskeltraining, körperl. Training
Asthma
FEV1/FVC < 70 % im Anfall, Tiffeneau-Index variabel
In der mündlichen Prüfung werden Atemwegsthemen häufig als Fallszenarien mit Spirometrie-Befund gestellt. Wer Tiffeneau-Index, TLC und die zugehörigen Therapiemaßnahmen sicher benennen kann, punktet auch bei unerwarteten Kasuistiken.
Häufige Fragen
Atemwegserkrankungen Staatsexamen — was Azubis am meisten fragen
Obstruktive Ventilationsstörung (z. B. COPD, Asthma): FEV1/FVC (Tiffeneau-Index) < 70 %. FEV1 reduziert, FVC normal oder leicht reduziert. RV und FRC erhöht (Lungenüberblähung). Restriktive Ventilationsstörung (z. B. Lungenfibrose, Pleuraschwarte): TLC < 80 % des Solls. FVC und TLC reduziert, FEV1/FVC normal oder erhöht. Gemischte Störung: Beide Komponenten kombiniert, häufig bei fortgeschrittener COPD. Klinische Konsequenz: Obstruktion = Sekretmanagement + Atemmuskeltraining; Restriktion = Mobilisation + Dehnungslagerungen.
PEP (Positive Expiratory Pressure) erzeugt einen expiratorischen Widerstand, der die kleinen Atemwege offen hält und Sekret mobilisiert. Mechanismus: Kollateralventilation, Schleimverflüssigung durch Druckaufbau. Geräte: Flutter (oszillierende PEP), Acapella, RC-Cornet, Pari PEP. Indikation: COPD mit Sekretretention, Mukoviszidose (CF), Bronchiektasen, postoperative Prophylaxe. Technik: 10–20 Atemzüge mit leicht aktiver Exspiration durch Gerät, dann Husten oder Huff-Technik. Kontraindikation: aktives Pneumothorax-Risiko, undrainierter Pleuraerguss.
Lagerungsdrainage: Nutzung der Schwerkraft, um Sekret aus peripheren Atemwegen in zentrale Bronchien zu fördern. Lappenspezifisch: Oberlappen = sitzend / leicht nach hinten; Mittellappen/Lingula = 15° Kopftieflage seitlich; Unterlappen = 45° Kopftieflage seitlich oder Bauchlage. Kombination mit: manueller Percussion, Vibration, PEP-Systemen. Indikation: CF, Bronchiektasen, chronische Bronchitis, post-OP Atelektaseprophylaxe. Kontraindikation: frische Hämoptoe, erhöhter Hirndruck, kardiale Dekompensation, frische Wirbelkörperfrakturen. Dauer: 15–20 Minuten je Lage, 2–3× täglich.
Huff-Technik (Forced Expiratory Technique, FET): Kontrollierte forcierte Exspiration mit offenem Mund und Glottis (kein Husten). Physiologie: Hochgeschwindigkeits-Luftstrom schält Sekret von der Bronchialwand, mobilisiert es ohne Bronchospasmus. Technik: Tiefe Inspiration, kurze Atempause, dann kräftiger „Huff“ mit offenem Mund. Unterschied zu Husten: Husten = Glottis-Schlussmechanismus + explosiver Druckanstieg (kann Bronchospasmus auslösen). FET = schonender, effektiver bei sekretproduzierenden Erkrankungen. Indikation: CF, Bronchiektasen, COPD mit Schleimretention, nach Lagerungsdrainage.
Weaning: Schrittweise Reduktion der maschinellen Beatmungsunterstützung. Physiotherapeutische Rolle: Atemmuskeltraining (IMT = Inspiratory Muscle Training), Mobilisation (frühe Mobilisierung auf ICU), Atemkontrolle. Weaning-Protokolle: Spontanatmungsversuche (SBT, 30–60 min) — bei Erfolg Extubation. Atemmuskeltraining: Schwellenventil-Training (Threshold-IMT) ab 30 % MIP. Komplikationen: Weaning-Versagen, Zwerchfellparese, ICU-Acquired Weakness (ICUAW). Mobilisierungsziel auf ICU: Stehen/Gehen sobald stabil — reduziert Beatmungsdauer um bis zu 2 Tage (Evidenz Level I).
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